Rückschau auf Aktions- und Strategietagung

Unsere Tagung „Ohne Helm lernt es sich besser“ am 17. März hat
interessante Diskussionen und konkrete Ergebnisse gebracht.Podiumsdiskussion

Auch wenn die Beteiligung hinter unseren Erwartungen zurückblieb, haben die
TeilnehmerInnen eine interessante Veranstaltung erlebt. Besonders die
Podiumsdiskussion spiegelte noch einmal den Widerstreit wider zwischen
einer klaren Position der Ablehnung der Bundeswehr an Schulen einerseits
und der zwar bundeswehrkritischen Position andererseits, die aber die
Verantwortung für die Zurückweisung der Bundeswehr bei den Betroffenen
selbst ( den Schülern, Lehrern, Eltern und der Schule) sieht. Während
Rüdiger Gruel vom GEW-Landesvorstand NRW letztere Position vertrat, machte
sich Eberhard Enß von der Käthe-Kollwitz-Schule Offenbach für erstere
Haltung stark. Rüdiger Gruel berichtete aber auch, dass seine Position
nicht die des GEW-Landesvorstands sei, der an einer Verschärfung seines
bisherigen Beschlusses arbeite. Marcel Wenzel vom Juso-Landesvorstand
betonte die ablehnende Haltung seines Verbandes gegenüber der
Bundeswehr-Werbung an Schulen und sah die Notwendigkeit, von staatlicher
Seite die Kooperation mit der Bundeswehr aufzukündigen. Jonanthan Röder
von der Landesschülervertretung stellte klar, dass es kein gleiches Recht
auf Werben für kriegerische Maßnahmen einerseits und für die Darstellung
von zivilen Friedenslösungen andererseits an Schulen geben könne. Die
Landesverfassung gibt klar die Vorgabe zur Förderung einer
Friedensgesinnung als Lehrauftrag der Schulen.

In der Diskussion über Perspektiven der weiteren Arbeit des Bündnisses
wurde vor allem die Funktion als Infobörse von Aktionsideen und
Terminsammelstelle betont. Über die Homepage sollen in Zukunft mehr
Aktionen aus verschiedenen Städten vorgestellt, über Erfahrungen berichtet
und Termine von Aktionen und Veranstaltungen eingestellt werde. Dazu sind
alle Aktiven aufgerufen, die nötigen Infos an das Bündnis „Schule ohne
Bundeswehr NRW“ weiterzuleiten! Auch die Idee von Wahlprüfsteinen für die
anstehende Landtagswahl wurde eingebracht.

Im letzten Tagungsteil – der Aktionsplanung – wurde verabredet, bei einer
der großen Berufsmessen für Schüler im Herbst eine gemeinsame größere
Aktion auf die Beine zu stellen.

Insgesamt hat die Tagung deutlich gemacht, dass es in NRW noch weitere Kräfte gibt, mit denen man beim Widerstand gegen die Bundeswehr an Schulen zusammenarbeiten kann. Dies gilt es auszubauen.

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