Das Bündnis

Folgende Gruppen und Initiativen arbeiten im Bündnis “Schule ohne Bundeswehr NRW” zusammen:

Das Bündnis wird darüber hinaus unterstützt von:

Die Grundlage unsere Zusammenarbeit ist folgender Aufruf:

Stoppt die Propaganda für den Krieg
Kein Werben fürs Töten und Sterben
Für eine Schule ohne Bundeswehr

Die Bundeswehr drängt in den letzten Jahren immer stärker in die Öffentlichkeit. Ihre immer breiter angelegten Reklamefeldzüge haben dabei allein im Jahr 2010 knapp eine Millionen Jugendliche erreicht.

Mit dem Abschluss einer sogenannten Kooperationsvereinbarung zwischen der Bundeswehr und dem Schulministerium NRW 2008 wurde für das Auftreten des Bundeswehr in Schulen eine neue Grundlage gelegt. Diese räumt Jugendoffizieren der Bundeswehr u.a. das exklusive Recht ein, LehrerInnen aus- und fortzubilden und SchülerInnen über Militärpolitik zu informieren. Unterrichtsstunden werden dadurch immer häufiger komplett durch die Bundeswehr gestaltet, LehrerInnen werden im Sinne der Bundeswehr aus- und fortgebildet, Offiziere laden Klassen zum „Tag der offenen Tür“ oder zur Studienfahrt in die Kaserne ein. Sogar Waffenschauen und Schießsimulationen führt die Bundeswehr immer wieder mit jungen Schülerinnen und Schülern durch.

Ursache dieser Entwicklung ist der politische Wille der Regierung, die Bundeswehr radikal auf Kriegseinsätze in aller Welt auszurichten. Für solche Kriegseinsätze wie in Afghanistan werden vor allem Berufs- und Zeitsoldaten gebraucht und verschlissen. Vor diesem Hintergrund sind auch das zu begrüßende Aussetzen der Wehrpflicht und der Umbau der Bundeswehr zu einer flexibleren Berufsarmee keine friedenspolitische Maßnahmen. Diese Politik ist, wie etwa auch der Afghanistankrieg, gegen die Meinung und die Interessen der Mehrheit der Jugend und der Bevölkerung gerichtet. Auf Grund des steigenden Nachwuchsbedarfs der Bundeswehr bei gleichzeitigem Akzeptanzproblem soll nun verstärkt in den Schulen geworben werden.

Schluss mit dem Werben fürs Sterben

Die Unterrichtseinheiten der Bundeswehr sollen SchülerInnen insbesondere von der Notwendigkeit deutscher Kriegseinsätze und den Vorteilen des Soldatenberufs überzeugen.

Während immer mehr Jugendliche von Ausbildungsplatzmangel, Leiharbeit, oder Hartz-IV betroffen sind verspricht die Bundeswehr gute Bezahlung und einen sicheren Arbeitsplatz und versucht damit gezielt diejenigen zu ködern, die keine Perspektive für ihre berufliche Zukunft sehen. Erst diese fehlende Aussicht auf eine sichere Zukunft macht das Leben als Soldat für Jugendliche, trotz aller Gefahren, attraktiv.

Dass man bei der Bundeswehr zwangsweise in den Krieg geschickt wird, fällt in den schönen Werbeauftritten oft hinten runter. SoldatInnen müssen bereit sein, auf Befehl Menschen zu töten, das ist ihr Beruf. Das Berufsrisiko ist, getötet zu werden.

Durch die Bundeswehr wird an der Schule die unmittelbare Regierungspolitik beworben. Damit wird auch die Neutralität der Schule verletzt. Ihr Bildungsauftrag ist vorallem dem Friedensauftrag des Grundgesetzes verpflichtet. Auch das Schulgesetz von NRW schreibt vor, dass Schule zur Friedensgesinnung erziehen soll, diese Arbeit können am besten qualifiezierte LehrerInnen selbst bewältigen.

Wir sind der Ansicht, dass Jugendliche ein Recht auf eine Zukunft ohne Krieg und auf ein gemeinsames Leben in Frieden haben. Wir verwahren uns gegen eine zweckgeleitete Kriegspropaganda an unseren Schulen.

Das Militär hat an Schulen, Universitäten und Arbeitsämtern nichts zu suchen. Es darf keine Werbeanstrengungen, offen oder verdeckt, an Schulen geben. Weg mit Unterrichtseinheiten, die SchülerInnen auf angebliche Sachzwänge orientieren statt eine gründliche Problemanalyse zu erarbeiten. Weg mit Freizeiten, die mit Abenteuergeist und Technikfaszination ein geschöntes Bild vom Leben als Soldat vorspiegeln.

Gemeinsam für eine Schule ohne Bundeswehr

Wir, das Bündnis „Schule ohne Bundeswehr NRW“, sind ein offener Zusammenschluss von Friedensgruppen, antimilitaristischen und antifaschistischen Initiativen, Jugendverbänden für den Frieden, SchülerInnenvertretungen und Gewerkschaften.

Wir fordern die ersatzlose Kündigung der Kooperationsvereinbarung zwischen Schulministerium und Bundeswehr. Wir setzen uns gegen jede Kriegspropaganda und Soldatenwerbung an Schulen ein und fordern eine Erziehung zum Frieden und Humanismus.

Wir bieten ReferentInnen & Informationsmaterialien für SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und allen weiteren Interessierten zum Thema an. Wir unterstützen SchülerInnenvertretungen und Schulen dabei sich kurz- und langfristig gegen Bundeswehrauftritte zu wehren. Wir beteiligen uns aktiv an friedenspolitischen und antimilitaristischen Aktivitäten und initiieren eigene Aktionen.

Wir laden alle Gleichgesinnten ein, sich gemeinsam mit uns für eine Schule ohne Militär einzusetzen.

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