Aktionsbeispiele

Schülervertretungen, Jugendorganisationen, Friedensgruppen – in vielen Orten in NRW werden Menschen aktiv gegen die Werbung der Bundeswehr an Schulen und in deren Umfeld. Hier einige Beispiele.
Achtung: Schickt uns Fotos und Berichte von Euren Aktionen, damit wir sie hier als Beispiel für andere einbauen können!

 Die Bundeswehr im Widerspruch zur schulischen Friedenserziehung
Sterben ist nicht sexy. Krieg auch nicht, ebenso wenig Ängste, Depressionen und Alpträume. Das weiß auch die Bundeswehr – Deswegen zeigt sie lieber überall im öffentlichen Raum Werbespots mit Bildern von gesunden, gut aussehenden jungen Männern und Frauen, die Spaß haben, gemeinsam Abenteuer zu bestehen und sich für eine gute Sache einzusetzen. Sie wirbt für den Dienst in der „Armee im Einsatz“ –  im Unterricht der Schulen, bei Informationstagen der Jobcenter, mit großen Ständen bei Berufsbildungsmessen.

  • Sind Informationen durch Jugendoffiziere über die Armee
  • … und Werbung für die Armee zu trennen?
  • Welche Möglichkeiten hat die Friedensbewegung?
  • Ist das „Überwältigungsverbot“ (oberstes didaktisches Prinzip der politischen Bildung) zu gewährleisten?
  • Wie werden die sogenannten „Kooperationsvereinbarungen“ der Schulministerien mit der Bundeswehr bewertet?
  • Welche Kompetenzen haben die schulischen Mitwirkungsgremien?

Es diskutieren:

    • Dorothea Schäfer         Vorsitzende der GEW NRW

  • Marie Luise Dött                          CDU
  • Patrick Voss                                 Bündnis90/Die Grünen (Direktkandidat BTW 2017)
  • Niema Movassat                          Die Linke
  • Dirk Vöpel                                     SPD (angefragt)

 am Donnerstag, 02. Februar 2017, 18 Uhr in der Aula der Fasia-Jansen- Gesamtschule, Schwartzstraße 87, 46045 Oberhausen

Krieg ist kein funsport
Vom 28. bis 30. November 2014 kehrte die Jugendmesse YOU in die Dortmunder Westfalenhallen zurück. Bereits in den 90er Jahren haben die DFG-VK und andere Friedensgruppen gegen die Bundeswehrpräsenz bei dieser großen Jugendmesse protestiert.

Das Bündnis „Krieg ist kein Funsport“, dem sich zahlreiche Jugendverbände und Organisationen angeschlossen haben, hat nun mit verschiedenen Aktionen gegen die Bundeswehr auf der YOU protestiert. Bereits am Freitag begannen die Aktionen mit einem Flashmob, an dem sich ca. 50 Jugendliche beteiligten. 2014-11-28 12.01.48klVorher waren 1000 kleine Beutel mit einem Aufkleber, einem Lolly und einem Seifenblasen-Dose an die YOU-Besucher verteilt worden. Motto: „Bundeswehr wegpusten“. Davon machten die Flashmob-TeilnehmerInnen dann auch reichlich Gebrauch. Außerdem gab es Protestplakate und Sprechchöre „Kein Werben fürs Sterben“. Die Aktion hatte eine große Medienresonanz, das WDR-Fernsehen http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-dortmund/videokompakt12088_size-L.html?autostart=true#banner (ab Minute 13:30) und auch das ZDF berichteten zumindest kurz.

Am Samstag gab es eine Kundgebung und noch weitere phantasievolle Flashmobs. Mehr Bilder auf https://www.facebook.com/Kriegistkeinfunsportbuendnis?fref=nf

Protest gegen Bundeswehr-Infotruck in Dortmund
Am 17. und 18. 9. 2013 versuchte die Bundeswehr mit ihrem Infotruck in der Dortmunder Fussgängerzone Nachwuchs zu werben. Wieder zielte sie dabei schon auf Minderjährige, brachte eine Hüpfburg und andere Lockmittel zum Einsatz. Frauen der LINKEN besetzen die Treppe zum Werbetruck,

Friedensforum und DFG-VK informierten mit einem Flyer über die Hintergründe der Werbekampagne der Armee. Es kam zu angeregten Diskussionen, viele Passanten begrüßten die Aktion.

>Protestbrief an Veranstalter von Berufsinformationstagen mit Beteiligung der Bundeswehr
Am 27. November fand im Berufskolleg Kleve der diesjährige
Berufsinformationstag „Day for future“ statt, der von zahlreichen Schulklassen aus dem Kreis Kleve besucht wird. So wie in den letzten Jahren auch wird die Bundeswehr sicherlich auch diesmal dabei sein wollen, um Schülerinnen und Schüler für den Soldatenberuf zu ködern.
Wir von der Klever Gruppe der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) haben dazu folgenden offenen Brief an die Veranstalter entworfen.
Wenn Sie/Ihr mit uns der Meinung sind/seid, dass Bundeswehrwerbung nichts bei einer solchen schulischen Veranstaltung zu suchen hat, dann können/könnt Sie/Ihr einfach den offenen Brief an die Veranstalter per Mail oder per Post in Ihrem/Eurem Namen zuschicken. Selbstverständlich können/könnt Sie/Ihr auch ein eigenes Schreiben verfassen oder unseren Entwurf ergänzen oder abändern.
Hier der Brieftext

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