Spannende Tagung

Informative Inputs und ein anregender Austausch über Aktionsmöglichkeiten erwartete die TeilnehmerInnen der Tagung „Keine Jugendlichen zur Bundeswehr – Nein zur Aufrüstung der Armee“ am 28.4.18 in Essen. Michael Schulze von Glaßer, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner und Buchautor gab zunächst einen Überblick über die umstrittenen Werbemaßnahmen der Bundeswehr, bei denen vor allem – auch minderjährige – Jugendliche im Fokus stehen. Er stellt dar, wie die Armee mit millionenfachem Einsatz von Steuergeldern Youtube-Serien, Plakataktionen und andere Werbeauftritte durchführt. Trotzdem gelingt es der Armee nicht, die angestrebten Nachwuchszahlen zu erreichen.

Im zweiten Teil der Tagung stellte Lühr Henken vom Bundesausschuss Friedensratschlag vor, welche Aufrüstungsziele die Bundesregierung aktuelle verfolgt. In der Diskussion ist eine Verdoppelung der jährlichen Militärausgaben und die Erhöhung der Mannschaftsstärke der Bundeswehr um 20.000 SoldatInnen. Dabei geht es laut Lühr Henken um den Ausbau der Fähigkeit zu Kriegseinsätzen in aller Welt und um die Konfrontation mit Russland, dass zum neuen Feindbild aufgebaut wird.
Hier der Vortrag als PDF-Datei zum nachlesen.

Zum Ende der Tagung tauschten die TeilnehmerInnen Erfahrungen mit verschiedenen Aktionen gegen Bundeswehr-Werbung aus. Angesprochen wurden Aktionen gegen Bundeswehr-Werbeplakate in unmittelbarer Nähe zu Schulen, gegen die Auftritte der Bundeswehr auf Berufsfindungsmessen und Jobbörsen. Auch das Vorgehen von Lehrern und Schülern, um Schulen zu „Schulen ohne Bundeswehr“ zu machen, wurden diskutiert.

Es war eine Tagung die zeigte, wie an vielen Orten verschieden Menschen gegen die Bundeswehr-Werbung aktiv sind. Und dass Bundeswehr-Werbung an Schulen und anderswo direkt den Weg bereitet zu mehr Kriegseinsätzen. Wer Frieden will, kann Bundeswehr-Werbung gerade an Schulen nicht ruhig hinnehmen!

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