Mehr bundeswehrfreie Schulen in NRW

Inzwischen ist öffentlich geworden, dass auch in Solingen drei Schulen beschlossen haben, die Bundeswehr nicht einzuladen:

Auf der Schulkonferenz der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Solingen wurde auf Initiative der SchülerInnenvertretung beschlossen:“Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule fördert die Entwicklung einer Friedensgesinnung der Schülerinnen und Schüler. Daher lehnen wir Besuche von und  die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr an unserer Schule ab.“

Die SchülerInnenvertretung reagiert damit auf den am 30. August 2012 unterzeichneten neuen Kooperationsvertrag des Ministeriums für Schule undWeiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Wehrbereichskommando II der Bundeswehr, der den alten  -für die einseitige Beeinflussungvon SchülerInnen kritisierten- Kooperationsvertrag von 2008 ablöste.

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule ist somit nach dem Gymnasium Vogelsang und dem Mildred-Scheel-Berufskolleg schon die 3. Schule in Solingen,die die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr ablehnt. Weitere Solinger Schulen sollen folgen. Die Bezirksschülervertretung unterstützt dieSchülervertretungen bei den Vorbereitungen.Dazu Kai Kirstein für die Bezirksschülervertretung (BSV) Solingen: „Die Schulministerin, Frau Löhrmann, hatte eine langfristige Auflösung desKooperationsabkommens mit der Bundeswehr angekündigt. Das neue Kooperationsabkommen ist zwar als Teilerfolg zur bewerten, weil ebensoFriedensorganisationen von den LehrerInnen in die Schule eingeladen werden können und auch SchülerInnen nicht mehr direkt angeworben werdendürfen, er ändert jedoch kaum etwas am Status Quo. Die Bundeswehr hat bundesweit 94 hauptamtliche Jugendoffiziere und einen Öffentlichkeitsetatvon über 15. Mio. Euro. Dagegen stehen vereinzelte, auf Spenden angewiesene Friedensbündnisse mit ehrenamtlichen VertreterInnen. Wir werdendeshalb mit unserem bundeswehrfreie Schule Arbeitsprogramm weitermachen, auch um die Langfristigkeit der Auflösung derKooperationsvereinbarung zwischen Bundeswehr und Schulen zu verkürzen.“ Hier der ganze Text aus dem „Solinger Boten“

Jetzt findet in den Solinger Medien ein Streit zwischen Kritikern und Befürwortern der Beschlüsse der Schulen statt:
Wirtz stärkt Schulen den Rücken
CDU-Politiker Hardt kritisiert Schulentscheidungen

 

 

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