Gegen die Bundeswehr auf der Bildungsmesse didacta

Auf der nach eigenen Angaben „wichtigsten Bildungsmesse des Landes“ tummelte sich jedes Jahr auch die Bundeswehr. Egal ob in Köln, Stuttgart oder Hannover, überall gab es in den letzten Jahren Proteste gegen den Armeeauftritt. Schule ohne Bundeswehr NRW hat sich mit einem Offenen Brief an die Veranstalter der in diesem Jahr in Köln stattfindenden Messe gewandt, und den Ausschluss der Bundeswehr gefordert.

In dem Brief heißt es: „Unverständlich erscheint es uns, dass die Bundeswehr mit einem der größten Stände in Halle 6.1 auf der didacta präsent ist. Erneut wird das Simulationsspiel POL&IS vorgeführt. POL&IS zeichnet ein Bild der politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Wirklichkeit, das den spielenden Schülern und Lehrern Militäreinsätze zur Konfliktbearbeitung als „normal“ und nützlich erscheinen lässt.
Für die Bundeswehr wird hier die Gelegenheit eröffnet, Ansprechpartner und Multiplikatoren für ihre Präsenz an Schulen in NRW und anderen Bundesländern zu gewinnen.“ Hier der komplette Wortlaut

Die GEW, die mit einem Stand auf der Messe vertreten ist, informiert über die Problematik der Bundeswehrauftritte an Schulen. Am Mittwoch den 20. 2. findet um 13 Uhr an dem Stand (Halle 6, Gang E, Stand 50) eine Interviewrunde zum Thema statt, an der neben dem stellv. Vorsitzenden der NRW-GEW Norbert Müller auch Markus Gross von Schule ohne Bundeswehr NRW sowie eine Vertreterin der Bezirksschülervertretung Köln teilnehmen. Außerdem verteilen Kölner AntimilitaristInnen an allen Tagen vor der Messe Flyer gegen die Bundeswehr auf der didacta.

Ebenfalls am Mittwoch den 20.2. veranstaltet die GEW auf der didacta eine Diskussionsrunde unter dem Motto „Friedensbildung statt Militärwerbung“. Es nehmen teil: Martina Schmerr (GEW Hauptvorstand), Jenny Becker (EN PAZ), Jonas Schäfer (AGDF) und Joachim Schramm (DFG-VK NRW). Raum 9.2.06, 14 – 14:45 Uhr

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