Aktion „Messe ohne Bundeswehr“ erfolgreich beendet!

Als Beitrag zur bundesweiten „Aktionswoche gegen die Bundeswehr an Schulen und Hochschulen“ startete am Mittwoch den 12.9. die zweitägige Protestaktion bei der Berufsbildungsmesse Mittleres Ruhrgebiet im RuhrConcress in Bochum. Aktive der Bochumer Bezirksschülervertretung, der SDAJ, des Bochumer Friedensplenums, der VVN-BdA NRW, der DFG-VK NRW und des Bundes für Soziale Verteidigung waren ab 9 Uhr morgens vor und in der Messehalle präsent.
Vor dem Stand der Bundeswehr wurden Transparente aufgestellt und Flyer verteilt, in denen der Ausschluss der Bundeswehr von Berufsbildungsmessen gefordert wurde. Veranstalter, Sicherheitsdienst und Polizei traten in Aktion. Der Veranstalter, das Jugendamt der Stadt, verbot das Verteilen von Flugblättern, zwei beteiligte SchülerInnen wurde rüde aus der Halle gedrängt. (siehe hierzu die Presseerklärung der BSV Bochum) Einige Aktive erhielten Hausverbot. Die anderen setzte die Aktion nun erst recht fort, die Flyer fanden guten Absatz. Vor der Halle war ein Infostand aufgebaut, ein Transparent machte auf die Zielsetzung aufmerksam. Auch hier gab es Diskussionen über Hausrecht, Grenzen des Hallengeländes und den „richtigen“ Standort.
Doch wir ließen uns nicht beirren. Und so kam es zu guten Diskussionen mit den Schülerinnen und Schülern, denen wir teilweise zum ersten mal Argumente gegen die Sinnhaftigkeit der Bundeswehr nahe bringen konnten. Auch Lehrer zeigten sich interessiert und äußerten Zustimmung zu unserer Aktion.

Am Donnerstag setzten wir unsere Aktion fort, wegen des schlechten Wetters nun unter einem Pavillon.


Im Laufe des Tages protestierten weitere Aktivisten mit Transparenten und Tafeln gegen den Bundeswehrstand, u.a. hier die LandesschülerInnenvertretung.

Die Bundeswehr war auch auf dieser Messe mit einem Stand vertreten, bei dem nicht die Realität des Krieges präsentiert wurde. Stattdessen versuchte die Armee, ein positives Bild abzugeben. Dazu diente in Bochum u.a. ein Kicker. Unverständlich daher die Reaktion des Bochumer Jugendamtsleiters, der den Bundeswehrstand in den Ruhrnachrichten gegen die Kritik verteidigte. Nicht umsonst fordert die UN-Kinderschutzkonvention, dass Jugendliche unter 18 Jahren nicht von der Armee geworben werden dürfen. Auf der Messe in Bochum waren bereits Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse dabei.
In den Bochumer Medien stand unser Protest gegen die Bundeswehr im Zentrum der Berichterstattung über die Messe. Sicherlich ein Erfolg!
Ein weiterer Artikel aus der lokalen WAZ

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